Schlossfischerei Litschau

MIT HOLZ kennen sie sich aus, die Menschen im Waldviertel. Und sie wissen, was langsam wächst, wird kräftig und widerstandsfähig. Wie ein Baum und seine Wurzel, die tief in der Erde verankert sind, wie Familien und ihre lange Geschichte. Wasserwiesen und Teichwirtschaft rund um die Grafschaft Litschau, im nördlichsten Eck Österreichs, gibt es schon seit vielen Jahrhunderten, seit 1763 betrieben von den Grafen von Seilern-Aspang. Die „Schlossfischerei Litschau“ und damit die Familientradition führt Franziskus Seilern-Aspang nun gemeinsam mit Markus Schlosser fort. Das erklärte Ziel des Familienbetriebs: Fische in erstklassiger Qualität zu züchten und zu vertreiben, und das in naturnaher, ökologischer Teichwirtschaft.
Der schuppige Star unter den Teichbewohnern und über die Grenzen des Waldviertels hinaus bekannt für sein zartes, fein aromatisches Fleisch: der Karpfen. Höhepunkt im Jahreszyklus ist das herbstliche Abfischen, ein Ritual und Fest zugleich, so alt wie die Teichwirtschaft selbst. In Handwerk und Technik unverändert, werden mit großen Netzen – heute aus Nylon – die Fische „geerntet“, schonend und nach höchsten Tierwohl-Standards. Die Umsicht und die Sorgfalt lassen sich schmecken. In den frischen Fischfilets ebenso wie in den behutsam geräucherten Stücken. Ein Stück genussvolle Tradition aus erster Hand. Und eine Hommage an ein mystisches, naturbelassenes Land mit langer Geschichte.

